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Kunststoff-Analytik

Ansprechpartner: Dr.Katrin Pawlik     Tel.: 03641-282514

Kunststoffidentifizierung /-charakterisierung


mittels spektroskopischer / chromatographischer Methoden
und klassisch chemische Verfahren


  • Identifizierung von Kunststoffen

- Dichteprüfung, Brennprobe, Untersuchung des Löslichkeitsverhaltens
- einfache Prüfmethoden für Oberflächenfunktionalitäten (Färbetests usw.)
- Pyrolyse-GC-MS mit einer hauseigenen Additiv-Datenbank
- NIR- und IR-Spektroskopie zur Ermittlung der Stoffklasse

   
  • Strukturaufklärung der polymeren Kunststoffmatrix

- Bestimmung der Copolymerzusammensetzung (GPC, HPLC, GC)
- Untersuchungen zum Verzweigungsgrad (GPC mit Triple-Detektion)
- Endgruppenbestimmung mit NMR-Spektroskopie, kritische Chromatographie
- Analyse der funktionellen Gruppen nach polymeranaloger Umsetzung

Molmassenbestimmung von Polymeren und Oligomeren


mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) mit
RI-, UV-, Viskositäts- und Lichtstreudetektion


  • von wasserlöslichen Polymeren

- Polysaccharide wie Dextran, Pullulan, Hyaluronsäure, Chitosan
  sowie deren Derivate nach Aminofunktionalisierung, Sulfatierung
- Polyacrylsäure und Polymethacrylsäure
- Polyamine wie Polyvinylpyridin, Polyvinylamin

 

  • von lösemittellöslichen Polymeren

- in Chloroform: Polylactid PLA, Polyacrylsäureester, Polycaprolacton usw.
- in THF: Poly-2-vinylpyridin, Polystyrol
- in HFIP: Polyamide, Polyester

 

Restmonomerbestimmung


mittels chromatographischer Verfahren (GC, GPC, HPLC usw.),
photometrischer Verfahren und Maßanalyse (Titration)


  • Quantifizierung von nicht umgesetzten Monomeren in Kunststoffen

- Monomerbestimmung von Styrol, Phenol, Formaldehyd, Dilactid, Milchsäure usw.
- Stoffnachweise aus den Bereichen Acrylate, Epoxide, Amine, Isocyanate usw.
- Bestimmung der wasser- und lösungsmittellösbaren Anteile
- Untersuchung des Ausgasverhaltens


  • Ermittlung des Umsetzungsgrades anhand der Monomerkonzentration

- Kriterium zur Beurteilung der Aushärtung von Formmassen, Lacken, Klebstoffen
- Bewertung des Gefährdungspotentials z.B. der Kontamination von Lebensmitteln
- Nachweis der Einhaltung der Reach-Regularien
- als Analysenmethode für die Qualitäts- und Produktsicherung

Qualitative und quantitative Additiv-Analytik

 

mittels chromatographischer Verfahren (GC, GPC, HPLC usw.),
Spektroskopie (IR-, UV-VIS-NIR-)


  • Bestimmung der Additive auf dem / im Bulkmaterial

- Einsatz von Pyrolyse-Gaschromatographie mit Massenspektrometer
- mittels IR-Spektrometer in Kombination mit einem IR-Mikroskop
- Identifizierung mittels einer hauseigenen Additiv-Datenbank
- Oberflächenanalyse mit patentiertem Probenahmesystem

  
  • Quantifizierung der Additive nach Extraktion

- Probenpräparation mit Kalt- und Heißextraktion sowie Mikrowellenextraktion
- Analyse mit DC-, GPC- und HPLC-Methoden sowie Gaschromatographie
- Untersuchung der Stabilität des Additives bei der Verarbeitung und
  der Gebrauchsdauer des Kunststoffes
- hilfreich für die Fehleridentifikation bei Schadensfällen

Fogging bzw. Ausgasverhalten

 

mittels Headspace-Gaschromatographie mit Massenspektrometer
und Gravimetrie

   
  • Quantifizierung von flüchtigen Anteilen durch Masseverlust

- Ermittlung des Masseverlustes bei verschiedenen Temperaturbelastungen
- Nachweis von gasförmigen Spaltprodukten während Aushärtung / Verarbeitung 
- indirekte Bestimmung der nichtflüchtigen Anteile

    
  • Identifizierung von Ausgasprodukten mit GC-MS

- Bestimmung des VOC-Gehaltes sowie der Restlösungsmittel
- Identifizierung der freigesetzten Verbindungen mit MS-Datenbank
- Analyse von gasförmigen Zersetzungsprodukten bei thermischer Belastung
- Ursachenfindung von Ablagerungserscheinungen

Beständigkeit von Kunststoffen


mittels Untersuchungsverfahren entsprechend der DIN-Normen


  • künstliche und natürliche Bewitterung / Alterung

- Alterung unter Simulation der Praxisbedingungen
- Alterung unter beschleunigenden Bedingungen (warmfeuchtes Klima usw.)
- Untersuchung durch Parallelalterung mit Standard-Referenzmaterial z.B. Polylactid
- Bewitterung durch Bestrahlung und Einwirkung von Konstant- / Wechselklima

  
  • biologische, chemische und thermische Beständigkeit

- Änderung der mechanischen Eigenschaften bei kurzzeitiger Temperatureinwirkung
- Beurteilung der thermisch-oxidativen Langzeitbeständigkeit (Ofenalterung)
- Immersions-, Zeitstandversuch, Spannungsrissbeständigkeit
- Untersuchung des Verhaltens von Kunststoffen gegenüber Mikroorganismen

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